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Chronologie des Untergangs

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BEGINN DER ÜBERTRAGUNG
2021 – Zusammenschluss aller Länder, die Raumfahrt betreiben.
2048 – Erste bewohnbare Raumstation, um der Überbevölkerung auf der Erde entgegen zu wirken.
2053 – Durchbruch in der Antriebsforschung. Erster Tachionen-Gravitationsantrieb wird in einem Raumschiff getestet.
2057 – Gründung einer zentralen Erdregierung.
2069 – Erste Luna-Kolonie wird gegründet.
2080 – Auf dem Mond gibt es sechs Kolonien. Raumschiffe mit einem verbesserten TaGrav-Antrieb bringen innerhalb kurzer Zeit die Bausteile für die erste Kolonie auf den Mars. Die Raumschiffe fliegen mit Lichtgeschwindigkeit.
2082 – Einweihung der ersten Mars-Stadt.
2098 – Die vier Marsstädte bekommen eine eigene Regierung, die aber der Erdregierung unterstellt ist.
2099 – Kolonistenschiffe erreichen den Andromedanebel, nachdem Forschungsschiffe vor Jahren die Existenz von drei erdähnlichen Planeten gemeldet hatten.
2104 – Bisher kein Kontakt mit den Andromeda-Kolonisten.
2125 – Der gnadenlose Raubbau auf dem Mars durch Erdfirmen bringt die Marsregierung dazu, ein Embargo gegen die Erde zu verhängen.
2126 – Der Mars erklärt sich für unabhängig. Ein paar Monate später folgen die Mondkolonien dem Mars. Die Erdregierung entsendet starke Truppenverbände, da sie die Unabhängigkeitserklärungen nicht anerkennt.
2130 – Beendigung des Bürgerkrieges. Alle Mars- und Mondkolonien sowie die Raumstationen um die Erde wurden zerstört, geschätzte 1,2 Milliarden Menschen kostet dieser Krieg das Leben.
2203 – Der Hunger nach Macht und die Vorherrschaft über die Ressourcen entfacht einen Bürgerkrieg auf der Erde.
2205 – Durch den Einsatz schwerster Waffen wie z.B. Fusionsbomben wurden 87% der Erdoberfläche zerstört.
Ende der Übertragung

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Persönliches Logbuch, 1. Koordinator Susan York, 2684 Erdzeit
Seit 10 Jahren sind wir Koordinatoren mit unseren Teams auf der Erde. Die Teams durchstreifen die alten Ruinen nach möglicherweise übrig gebliebenen Datenträgern. Alle Städte sind überwucherte Ruinen, die Menschen leben in dörflichen Gemeinschaften. Technik ist ihnen fremd, der Weltraum ist für sie verschlossen. So kann unser Raumschiff unentdeckt um die Erde kreisen.
Wir helfen den Menschen sich weiter zu entwickeln. Wir haben von Terra Nexus, unserem Heimatplaneten im Andromedanebel, Solkrit mitgebracht. Ein Kristall, der sich durch Sonnenlicht aufläd und viele Stunden sehr hell leuchtet. Die Kristalle haben wir vor 4 Jahren überall versteckt und dafür gesorgt, dass die Menschen hier sie wie zufällig finden.
Mit dem Datenmaterial, was unsere Vorfahren Ende des 21. Jahrhunderts mit nach Andromeda nahmen, konnten wir eine Zeitanalyse erstellen. Unser Bordcomputer errechnete für diese dörflichen Gemeinschaften ein Entwicklungsstadium, dass dem 15. Jahrhundert der Erde entspricht. Daher müssen wir mit unseren Hilfen auch sehr vorsichtig umgehen.

© 2012 T.R. aka Wortman

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Fragment 1.6: Tagebuch

1 Kommentar

Nach dem Frühstück ritten wir los. Valerian verhielt sich sehr ruhig. Das Gefundene schien ihm sehr zu beschäftigen.
Nach gut eineinhalb Stunden kamen wir an einem verfallenen Gebäude an. Es schien so etwas wie eine Lagerhalle gewesen zu sein. Valerian sagte nur, es wäre da drinnen und wir gingen durch das zerfallene Tor ins Innere.
Der Anblick verschlug mir die Sprache.
Auf der einen Seite der Wand saßen oder lagen mehrere Skelette. Das allein war schon schrecklich, aber was sich im Rest des Raumes offenbarte, überstieg fast unsere Vorstellungskraft. In der Mitte des Raumes stand ein längerer, brauner Tisch auf dem ein Skelett lag. Dahinter in der Ecke des Raumes ein Knochenhaufen menschlicher Skelette.
Ich betete zu unserem Schöpfer, dass dieses Szenario nicht das war, wonach es aussah. Was mich irritierte: Im ganzen Raum fanden sich weder Kleidung, noch Wertgegenstände oder andere Dinge.

Wir begruben die Überreste im Sand.
Wir waren uns klar darüber, dass wir ab jetzt, auf dem Weg in die Grenzzone,  weitaus vorsichtiger sein mussten.

Tagebuch von
Pater Ignatius
21. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

Fragment 1.5: Tagebuch

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Abendlager. Valerian war uns gen Mittag voraus geritten und so erzählte mir Giselher einige ihrer Erlebnisse von ihren Touren in den Westen. Unbekannte Pflanzen und teilweise sehr seltsame Geräusche in den Nächten, die sie nicht deuten konnten. Nur sehr selten trafen sie auf andere Menschen. Diese wirkten oft furchtsam.
Viele Fabriken und Forschungslaboratorien wurden bei der Katastrophe zerstört. Niemand vermochte damals zu sagen, wie viele Viren und andere Dinge freigesetzt wurden. Dort im Randbereich soll es unter anderem auch ein biokybernetisches Labor gegeben haben.

Am späten Nachmittag trafen wir wieder mit Valerian zusammen. Er kam uns im Galopp entgegen geritten. Irgendetwas hatte er gefunden, was ihm nicht geheuer war. Er wollte es uns nicht sagen und da es bald dunkel geworden wäre, entschieden wir, das Nachtlager aufzubauen und morgen früh nachzusehen.

Tagebuch von
Pater Ignatius
20. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

Fragment 1.4: Tagebuch

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Jetzt in der Pause habe ich wieder Zeit, ein bisschen zu schreiben. Wenig Menschen sind uns bisher begegnet. Teilweise kommt man sich vor, als wären wir alleine auf der Welt. Die Katastrophe hat rund 9 Milliarden Menschen das Leben gekostet. Das geht aus alten Aufzeichnungen hervor. Der Einschlag, die Strahlung und in den nachfolgenden Jahren Seuchen und andere Dinge sorgten für diese hohe Zahl.

Giselher schläft ein bisschen. Valerian will die Gegend erkunden und ist voraus geritten. Wir werden ihn im Laufe des Nachmittags treffen.

Die Landschaft wird langsamer kahler. Man sieht, wir kommen der Grenzzone immer näher.

Tagebuch von
Pater Ignatius
20. Juni 76 n.K

© 2012 T.R. aka Wortman

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