Startseite

Erica Jong – Einundzwanzig Regeln für Schriftsteller

Hinterlasse einen Kommentar

Da lässt sich gut drüber nachdenken.

Die Hinrichtung

1 Kommentar

In einer Zeit, in der Gott sich in den Urlaub verabschiedet hatte und der Teufel mit einer Machete neue Jünger rekrutierte, konnte das Weltbild schon mal ins Wanken kommen. Da war ein Zusammenhalt unerlässlich. Murphy und Cassidy hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Wo einer war, war der andere nicht weit.
Wenn man schon Ichebod hieß, was hatte man da schon für Möglichkeiten? Seine war es, dass er Priester wurde. Im Moment war Ichebod auf dem Weg zu einem Gefangenen namens Murphy. Er sollte gleich durch die Guillotine hingerichtet werden. Kurz darauf in der Zelle.
„Mein Sohn, möchtest du die Beichte ablegen, bevor du vor deinen Schöpfer trittst?“
Murphy schaute den Priester an. „Lass gut sein Priester, ich rede nachher persönlich mit deinem Chef.“
Da sich Murphy weigerte, mit dem Priester zu reden, machten sie sich auf dem Weg zum Schafott. Inzwischen fing es an zu regnen.
Ichebod spannte den Schirm auf.
„Na Priester,“ sagte Murphy, „ganz schönes Sauwetter heute.“
Ichebod schaute ihn an. „Sie haben es ja gut. Sie müssen nur hin. Ich muss aber noch wieder zurück!“
Kurz vor dem Schaffot ergriff der Priester Murphys Arm.
„Seien Sie vorsichtig. Die Stufen sind glitschig. Da könnte man sich das Genick brechen.“
Oben auf dem Schaffot angekommen, schaute Murphy in die Runde. eine ziemliche Menschenmenge hatte sich schon versammelt. Mittendrin erblickte er seine Frau Miranda.
„Du bist auch immer dort, wo es was umsonst gibt, Miranda“, rief er seiner Frau zu.
Der Henker klopfte ihm auf die Schulter. Murphy drehte sich um.
„Du?“ Fassungslos schaute er den Henker an. Es war Cassidy.
„Hast du gedacht ich lasse dich im Stich? Wir halten zusammen! Das war die beste Möglichkeit bei dir zu sein.“ Cassidy grinste breit.
Murphy kniete sich hin und legte den Kopf in die Mulde.
Der Priester warf ihm noch ein Ave Maria an den Kopf, dann sauste das Fallbeil herunter.
„Bin ich jetzt tot?“, fragte Murphy.
„Nick doch mal, mein Freund“, antwortete Cassidy.

Für den Teufel war so ein Marktplatz mit Hinrichtung immer ein besonderer Ort. Er wusste, dass ein Kopf, welcher mit der Guillotine abgetrennt wurde, mindestens noch 10 Sekunden lebte. Das hieß, der Kopf sah sich selbst in den Korb fallen. Grinsend winkte er dem Kopf zu. „Wir sehen uns gleich!“

© 2016 by T.R. aka Wortman

Textproben

1 Kommentar

Probe 1

Einst siegte das Licht
über die Finsternis
und zahlte einen hohen Preis.
Fortan suchte er
in allen Zeitaltern
nach ihrer Wiederkehr.

© 2014 by T.R. aka Wortman

Probe 2

Ein abtrünniger Erzengel
Eine Seraphin auf der Jagd
Ein Kampf um Freiheit und Tod
Setzt sich fort in einer Welt
Welche der Bedrohung nicht gewachsen scheint.
Sterben Helden aus?

© 2014 by T.R. aka Wortman

Macht das Geschmack auf mehr?

Poesie der wortbildenden Buchstaben

Hinterlasse einen Kommentar

“…es ist die Grenze der Steinwüste, die ich mit meinen Mannen durchschreite; Schreie der Toten und raunen der Ahnen, Einsamkeit, wie Frost im Herzen, zaubert Eiszapfen auch in die Seele; und doch wachsam, angespannt, zum Kampf bereit!…”

“…seht….ich bin durch die Dunkelheit der Welt gereist, durch die tiefsten aller Abgründe, um nun an eurer Seite zu stehen und euch in dieser Welt zu beschützen…”

“…in den finsteren Schatten geboren, entronnen in Kampf und eisblauer Kälte, ist das ewige schwarzblau des Universums der meinige Planet… Wanderer zwischen den Welten des Lichts und der Dunkelheit…”

…viel hab ich erlebt und getan in den Jahrhunderten unserer Trennung… es blieb nicht ohne Spuren… gesucht hab ich euch… denn der Tod hat auch eine sanfte Seite… dort steht ihr und habt gewartet… all die Jahrhunderte…

©2006 T.R. aka Wortman

Older Entries