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Venturien

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Venturien lag im Nordosten von Tagorien und das Reich war unterteilt in sechs Herzogtümer. Sie regieren alle völlig autark. Der venturische König wurde aus den Herzogtümern erwählt. Vor 250 Jahren hatte man genug von den Kämpfen um die Herrschaft, so dass man überein kam, dass immer reihum ein Herzogtum an der Reihe war, den neuen König zu stellen. An dieser Regelung hatte sich bis heute nichts geändert.

Das Reich hatte schon immer eine hohe Frauenrate und so blieb es nicht aus, dass auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet wurden. Viele der Frauen wurden vom König in den Ritterstand erhoben. In anderen Ländern wurden diese Ritterinnen angefeindet, da dort immer noch der Glaube herrschte, nur Männer könnten Schlachten schlagen.
Vor vielen hundert Jahren wanderten viele der ausgebildeten Frauen in die dicht bewaldeten Gebiete im Norden Venturien. Dort schlossen sie sich den Amazonen an. Irgendwann verschwanden die Amazonen und im Laufe der Jahrhunderte wurde aus ihnen ein Mythos, eine Legende. Es wurden nie wieder welche in Venturien oder Tagorien gesichtet.
Noch heute ziehen Frauen in die Fremde, um nach den Amazonen zu suchen.

© 2012 T.R. aka Wortman

Luthien: Blume der Ewigkeit

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Adamanta schaute aus dem Fenster ihrer Hütte auf die vorbei ziehenden Nebelschwaden. Ein feines, fast melodisch klingendes Summen war zu hören.
Die Krykthas sind früh unterwegs. Der Gedanke ging ihr gleich durch den Kopf.
Adamantas Volk und die Kryktha waren vor langer Zeit ein Bündnis eingegangen. So klein und teilweise niedlich diese Wesen auch wirkten, sie waren Fleischfresser und ein Schwarm konnte schnell einen Menschen oder kleineres Tier bis auf die Knochen abnagen. So opferten die Amazonen den Kryktha Blut, Fleisch und ihre Toten. Im Gegenzug zeigte dieses kleinen Wesen den Frauen die Blume der Ewigkeit und dienten ihnen als Späher. Durch ihre geringe Größe war es für sie leicht, sich zu tarnen und zu verstecken.
Es klopfte an der Tür und eine junge Frau betrat die Hütte.
„Rica, was gibt es?“
Die Angesprochene verneigte sich. „Königin, der Vorrat an der Blume neigt sich dem Ende zu.“
„Ich weiß, Rica“, antwortete die Königin. „Stell eine Gruppe von Sammlerinnen zusammen und lass die Kryktha rufen.“
„Ich eile, Königin“.
Die Königin steckte ihr braunes, langes Haar hoch und setze ihren Helm auf. Es war ein Zwergenhelm. Eine Kriegsbeute aus uralten Tagen. Dann verließ sie die Hütte.
Draußen warteten sechs Kriegerinnen und zwei Krykthas schwirrten durch die Luft.
„Geht, und sammelt die Blumen. Holt so viele wie möglich!“
Die Frauen verneigten sich und liefen zum Tor. Adamanta wusste, dass Sammeln würde einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Blume wuchs im Nordosten der Feste.

Ein unbestimmtes Gefühl überkam Adamanta. „Rica?“
„Hier, Königin“, antwortete die Amazone.
„Hol mir sofort Ramana. Ich muss dringend mir ihr reden.“
Rica nickte und rannte ebenfalls zum Tor. Sie wusste, dass Ramana außerhalb der Feste Saphadkhagul war und vermutete die Hohepriesterin unten am Fluss. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Priesterin in der Hütte der Königin erschien.
Adamanta erhob sich. „Ramana, ich verspüre ein seltsames Gefühl, welches nach Gefahr riecht.“
Die Priesterin schaute Adamanta mit ernster Miene an. „Du spürst es also auch. Ich habe die Runen befragt, doch zeigten sie nur Gefahr aber nicht den Grund. Es scheint, als wäre etwas Böses im Begriff, nach Luthien zu kommen.“
„Zu kommen oder schon da!“, konterte Adamanta.
„Nein. Wenn etwas schon anwesend wäre, hätten die Runen es gezeigt.“
„Ich hoffe, du hast recht, Ramana. Warten wir auf die Rückkehr der Sammlerinnen. Ich möchte nicht zu viele Kriegerinnen außerhalb Saphadkhaguls haben.“
Die Hohepriesterin nahm einen Becher und goß sich etwas Wasser ein. „Eine gute Entscheidung, Adamanta.“
Als die Dämmerung kam, kehrten auch die Sammlerinnen zurück. Sie brachten einen großen Vorrat an der Blume mit. Am nächsten Morgen schickte die Königin jeweils eine Zweiergruppe Kriegerinnen in jede Himmelsrichtung. Sie sollten erkunden, ob etwas Ungewöhnliches in der Umgebung zu bemerken war.
Adamanta saß zusammen mit der Priesterin wieder in ihrer Hütte. Ramana hatte ihre Runensteine mitgebracht.
„Wenn die Kundschafter etwas feststellen Adamanta, sollten wir den Beschützer wecken.“
Die Königin schaute Ramana irritiert an. „Du willst Ugrudai wecken? Das sollten wir nur im Notfall tun. Noch ziehen wir nicht in den Krieg.“
Die Hohepriesterin warf die Runen auf den Boden.
„Vielleicht müssen wir es!“

©2009 T.R. aka Wortman

Luthien: Dwargills Buch

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Das Buch zeigt den Weg
Auf den Pfaden
Mit Symbolen und Metaphern
Der Angst folgend

Frórlin stand am Ufer des großen Stroms. Das Boot lag vertäut am Steg. Er kniff die Augen zusammen, aber das gegenüber liegende Ufer war nicht zu erkennen. Leichte Nebelschwaden zogen über den Fluss. Stimmengewirr drang an sein Ohr und Frórlin schaute in die Richtung der Geräusche.
„Da seid ihr ja endlich“, rief er den ankommenden Zwergen zu. „Lasst uns das Boot beladen und ablegen. Wir wissen nicht, wie lange wir bis auf die andere Seite brauchen.“
„Frórlin dürstet es nach Abenteuern“, sagte Gimlas mit einem Grinsen. „Denkst du, das Buch Dwargills wird uns den richtigen Weg weisen? Vorausgesetzt, wir erkennen alle Hinweise.“
Frórlin nickte. „Das wird es!“
Nachdem die Männer alles verstaut hatten, machten sie sich auf die Reise zur anderen Seite des Stroms. Mit gleichmäßigen Ruderschlägen trieben sie das Boot über das Wasser. Nach längerer Zeit tauchte vor ihnen das Ufer im Nebel auf. Niemand sprach ein Wort. Alle schauten zum Ufer ob sich dort etwas ausmachen ließ. ob sich dort etwas bewegte. Alles blieb ruhig. Durch den geringen Tiefgang des Bootes konnten sie mühelos bis ans Ufer heran gleiten. Frórlin schaute zu den Männern:
„Wenn wir an Land sind, zuerst die Umgebung sichern. Ich möchte keine bösen Überraschungen erleben!“
„Die warten bestimmt auf uns“, warf Glórin ein.
„Das will ich doch hoffen“, antwortete Gimlas und schwang seine Streitaxt. „Was sagt das Buch, Frórlin?“
Der Angesprochene nahm das Buch in die Hand.

Dwargill war ein Abenteurer und machte sich vor 300 Jahren alleine auf den Weg nach Luthien. Er hatte seine Eindrücke, seine Entdeckungen in diesem Buch dokumentiert. Dwargill berichtete ausführlich von seinem Zusammentreffen mit einem friedliebenden Volk von Riesen. Er verbrachte lange Zeit mit ihnen und so erfuhr der Zwerg von einer besonderen Pflanze, deren Saft zwar unsterblich machen sollte, aber nicht unverwundbar. Er wusste zwar nicht, wo diese Pflanze zu finden sei, aber er zeichnete eine Karte von dem vermuteten Ort. Tief im Inneren, in den fast undurchdringlichen Nebeln Luthiens.
Frórlin schlug das Buch auf. Dwargill hatte seine Aufzeichnungen teilweise verschlüsselt. Es war nicht leicht, den Sinn mancher Eintragungen zu erkennen.

Tag 2
Den Fluss hinter mir
Pflanzen wie Feuer
Ein Zeichen

„Gimlas, wir müssen vom Fluss weg. Weiter ins Innere“. Frórlin zeigte in die angebene Richtung. „Pflanzen wie Feuer? Ein Zeichen? Was meinte er damit?“
Gimlas überlegte kurz: „Dwargill muss etwas Besonderes gemeint haben. Etwas, das auch nach ewigen Zeiten sichtbar bliebe. Die Natur ist immer im Wandel.“
Frórlin klappte das Buch zusammen, griff nach seiner Streitaxt und setzte sich in Bewegung. Die anderen Zwerge formierten sich in Zweiergruppen und folgten ihm.

Die Dämmerung kam und der Nebel schien sich von selbst dunkel zu färben. Die Männer waren ohne Zwischenfälle voran gekommen. Ab und an hörten sie seltsame Geräusche, aber kein Lebewesen bekamen sie zu Gesicht.
Die Zwerge bauten ein kleines Nachtlager auf und während ein Teil schlief, hielten die Anderen Wache. Man wollte gerüstet sein und nicht überrascht werden.
Die Nacht verlief ruhig…

©2009 T.R. aka Wortman

Völker und Orte

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In den diversen Geschichten, Fotostories usw. auf meinem Legoblog, kommen verschiedene Namen für Völker oder Orte vor. Diese Namen sind von mir entworfen/erdacht worden und unterliegen somit meinem Copyright.

ORTE

Arun’Bor – Das Tor der Finsternis

Saphadkhagul – Amazonenfestung

Sydhahmar – Das Drachenland

Tagorien – Land von König Roghan

Luthien – Das Nebelland

Venturien – Nachbarland von Tagorien

Njemtal – Nachbarland von Tagorien

Catham – Nachbarland von Tagorien

VÖLKER

Puhgash -> Luthien

Kryktha -> Luthien

Dakha -> Luthien

M’Seku -> Luthien

Xilbor -> Luthien

Drui’Nor -> Tagorien

Mo’Ghul -> Tagorien

Alle Namen: © 2007 by T.R. aka Wortman