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FuT: Fragment 2

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Feuerland. Eine karge Ebene, übersät mit unzähligen Flammensäulen, die seit ewigen Zeiten brannten. Eine unheimliche Stille lag über diesem Gebiet. Reisende und Händler, die von und zu den Südländern unterwegs waren, nahmen lieber Umwege in Kauf. Nur selten versuchte einer von ihnen, den direkten Weg über diese Ebene zu nehmen.

Heute wurde diese Stille vom monotonen Gesang dreier Frauen unterbrochen. Devona, Zemlya und Serehaya waren Hexen, die von ihrer Herrin Legraine an diesen Ort geschickt wurden. Lange hatte Legraine nach dieser Stelle gesucht. Hier versank am Anbeginn der Zeit der abtrünnige Erzengel Skyllus im Sand, als er von einer Seraphim getötet wurde.
Jetzt standen die drei Hexen hier und sangen die Beschwörungsformeln um den Abtrünnigen wiederzuerwecken. Stunde um Stunde wiederholten sie die Formeln ohne das sich etwas tat.
Plötzlich kam Bewegung in den Sand. Etwas schien sich unter seiner Oberfläche zu bewegen.
Serehaya, die Älteste der drei Hexen, gab ein Zeichen und sie beendeten den Gesang.
„Kniet nieder“, sagte Serehaya und ging selbst auch in die Knie.
Immer mehr kam der Boden in Bewegung. Langsam tauchte eine schwarz vermummte Gestalt aus dem Sand auf. In der rechten Hand hielt sie einen Speer, der in einem magischen gelben Licht erstrahlte. Unter der Kapuze war es schwarz – undurchdringliches Dunkel.
„Auferstanden!“, erklang eine tiefe Stimme. „Wer seid ihr?“
„Wir sind die Dienerinnen der Oberhexe Legraine. Auf ihr Geheiß hin haben wir euch erweckt, Herr.“ Serehaya sprach die Worte mit Ehrfurcht.
Sie wussten, wen oder was sie heute erweckt hatten. Einen Engel ohne Flügel, dessen Macht man sich nicht in den Weg stellen sollte.

©2011 T.R. aka Wortman

FuT: Fragment 1

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„Freiheit und Tod“.
Eine Bildergeschichte in Lego.

PROLOG

Seit Anbeginn der Zeit waren Engel auch die Wächter einer mächtigen Waffe: Den Speer Luzifers.
Menschen, die von diesem Speer getroffen wurden, fiel das Fleisch von den Knochen und sie verwandelten sich in Untote. Vernichten konnte dieser Speer auch jeden Engel. Verwahrt wurde er im vierten Himmel.

Eines Tages stahl ein abtrünniger Erzengel, der Wächter Skyllus, diese Waffe und verschwand aus dem Himmel. Ein Engel, die Seraphin Lavina, wurde entsandt um Skyllus zu stoppen und die Waffe wieder in den Himmel zu bringen.
Ewigkeiten zogen dahin, bis Lavina endlich Skyllus stellen konnte. Der Abtrünnige hatte sich in der Welt der Menschen begeben und die Seraphin spürte ihn in einer Ebene auf, welche in einem Land namens Tagorien lag.
Ein langer und schwerer Kampf begann. Wo immer das Schwert der Seraphin oder Luzifers Speer den Boden berührten, schossen Flammen empor. Schon bald wirkte diese Ebene, als wären dort hunderte von Fackeln aufgestellt worden. Noch heute brennt es dort und in Tagorien nennt man diese Ebene Feuerland.
Am Ende konnte Lavina den abtrünnigen Erzengel töten. Sein Körper schien vom Boden aufgesaugt zu werden. Da Skyllus die Waffe noch in der Hand hielt, verschwand mit ihm auch der Speer.
Der Kampf blieb für Lavina nicht ohne Folgen. Sie hatte eine Verletzung durch Luzifers Speer davon getragen. Die Seraphin verlor ihre Flügel und verwandelte sich in einen Menschen.
Lavina ging in die Ostländer und irgendwann verlor sich ihre Spur.

In den letzten Jahrtausenden versuchten viele, diesen Speer zu finden. Bedeutete er doch grenzenlose Macht. Doch er blieb verschollen.
Skyllus Name verblasste in den Annalen der Zeit.
Bis heute…

©2009 T.R. aka Wortman

Die Hinrichtung

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In einer Zeit, in der Gott sich in den Urlaub verabschiedet hatte und der Teufel mit einer Machete neue Jünger rekrutierte, konnte das Weltbild schon mal ins Wanken kommen. Da war ein Zusammenhalt unerlässlich. Murphy und Cassidy hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Wo einer war, war der andere nicht weit.
Wenn man schon Ichebod hieß, was hatte man da schon für Möglichkeiten? Seine war es, dass er Priester wurde. Im Moment war Ichebod auf dem Weg zu einem Gefangenen namens Murphy. Er sollte gleich durch die Guillotine hingerichtet werden. Kurz darauf in der Zelle.
„Mein Sohn, möchtest du die Beichte ablegen, bevor du vor deinen Schöpfer trittst?“
Murphy schaute den Priester an. „Lass gut sein Priester, ich rede nachher persönlich mit deinem Chef.“
Da sich Murphy weigerte, mit dem Priester zu reden, machten sie sich auf dem Weg zum Schafott. Inzwischen fing es an zu regnen.
Ichebod spannte den Schirm auf.
„Na Priester,“ sagte Murphy, „ganz schönes Sauwetter heute.“
Ichebod schaute ihn an. „Sie haben es ja gut. Sie müssen nur hin. Ich muss aber noch wieder zurück!“
Kurz vor dem Schaffot ergriff der Priester Murphys Arm.
„Seien Sie vorsichtig. Die Stufen sind glitschig. Da könnte man sich das Genick brechen.“
Oben auf dem Schaffot angekommen, schaute Murphy in die Runde. eine ziemliche Menschenmenge hatte sich schon versammelt. Mittendrin erblickte er seine Frau Miranda.
„Du bist auch immer dort, wo es was umsonst gibt, Miranda“, rief er seiner Frau zu.
Der Henker klopfte ihm auf die Schulter. Murphy drehte sich um.
„Du?“ Fassungslos schaute er den Henker an. Es war Cassidy.
„Hast du gedacht ich lasse dich im Stich? Wir halten zusammen! Das war die beste Möglichkeit bei dir zu sein.“ Cassidy grinste breit.
Murphy kniete sich hin und legte den Kopf in die Mulde.
Der Priester warf ihm noch ein Ave Maria an den Kopf, dann sauste das Fallbeil herunter.
„Bin ich jetzt tot?“, fragte Murphy.
„Nick doch mal, mein Freund“, antwortete Cassidy.

Für den Teufel war so ein Marktplatz mit Hinrichtung immer ein besonderer Ort. Er wusste, dass ein Kopf, welcher mit der Guillotine abgetrennt wurde, mindestens noch 10 Sekunden lebte. Das hieß, der Kopf sah sich selbst in den Korb fallen. Grinsend winkte er dem Kopf zu. „Wir sehen uns gleich!“

© 2016 by T.R. aka Wortman

Textproben

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Probe 3

Wenn Wissenschaft
für den Fortschritt arbeitet,
aber Das Schicksal
einen anderen Weg wählt,
was bleibt der Menschheit?

© 2015 by T.R. aka Wortman

Probe 4

Die Evolution
bringt Fortschritt.
Doch Mutter Natur
ist ein böses Weib.

© 2015 by T.R. aka Wortman

Probe 5

Als ER ihn rief:
„Moses, komm zu mir auf den Berg!“,
Verlief er sich prompt!
Wie geduldig ist Gott?

© 2015 by T.R. aka Wortman

Textproben 1 – 2

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