Startseite

Fragment #1: Sang Real

Hinterlasse einen Kommentar

Prolog

Die Kreuzigung war inszeniert. Die Jesus-Bruderschaft hatte alles geplant, die Jünger aber nicht informiert.Die Grabhöhle wurde deswegen so dicht am Kreuzigungsort gebaut, damit man Jesus schnellstmöglich wegbringen und mit Arznei versorgen konnte. Joseph von Arimathäa war ebenfalls Mitglied der Jesus-Bruderschaft.
Ebenso der Soldat, der die Lanzenprobe machte. Er ritzte die Haut nur. Das Blut an der Lanze reichte als Beweis vor Pilatus. Ein spezielles Gift machte Jesus scheintot, denn niemand starb innerhalb von 3 Stunden am Kreuz, wenn er gesund war.
Man brachte ihn nach Galiläa. Kurze Zeit später folgte ihm die schwangere Maria (Magdalena) aus Magdala.
Die Bruderschaft sorgte für den Schutz der Nachkommen und tat alles, was zur Geheimhaltung nötig war. Immer wieder gab es Verrat, Intrigen und Versuche, hinter das Geheimnis zu kommen. Eine Reliquie, ein heiliges Artefakt würde es geben wurde hier und dort hinter vorgehaltener Hand getuschelt.

Ende des 12. Jahrhunderts sorgte ein Mitglied der Bruderschaft, Philipp de Rozier, durch einen geschickten Schachzug und seiner Überzeugungskraft dafür, dass der französische Dichter Robert de Boron den Kelch als Gral ins Spiel brachte und somit von dem eigentlichen Heiligtum, dem Sang Real ablenkte.
Im 13. Jahrhundert verband eine enge Freundschaft die Jesus Bruderschaft mit den Katharern. Ein Nachkomme der Jesus-Blutlinie lebte unter dem Schutz der Katharer in ihrer Festung Montsegur.
Es sprach sich herum, dass die Katharer etwas Besonderes in ihrer Festung hatten und so wurde die Festung lange belagert. Als diese gestürmt wurde, ließ man niemanden am Leben. Augenzeugen berichteten, es hätten zwei Männer etwas aus der Festung heraus gebracht. Man hatte sie mit Seilen an den Felswänden herunterklettern sehen.
Wohin man den Sang Real, den Erben Jesus brachte, ist unbekannt.
In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde nur noch vom Kelch, dem Gral gesprochen.

2011: Bei einem Erdrutsch in den Schweizer Bergen wurde eine kleine Höhle freigelegt. Man informierte den deutschen Archäologen Roman W. Zwack, dass man aufgrund einiger seltsamer Felszeichnungen die Anwesenheit eines Fachmannes wünschte. Die mitgeschickten Fotos zeigten, dass womöglich verschlüsselte Informationen in die Felswand geritzt wurden. Es waren Schriftzeichen unbekannter Art. So machte sich Zwack zusammen mit seiner Archäologiekollegin Nicole Mayr auf den Weg in die Schweizer Berge.

© 2011/19 T.R. aka Wortman

Werbeanzeigen

FuT: Fragment 2

Hinterlasse einen Kommentar

Feuerland. Eine karge Ebene, übersät mit unzähligen Flammensäulen, die seit ewigen Zeiten brannten. Eine unheimliche Stille lag über diesem Gebiet. Reisende und Händler, die von und zu den Südländern unterwegs waren, nahmen lieber Umwege in Kauf. Nur selten versuchte einer von ihnen, den direkten Weg über diese Ebene zu nehmen.

Heute wurde diese Stille vom monotonen Gesang dreier Frauen unterbrochen. Devona, Zemlya und Serehaya waren Hexen, die von ihrer Herrin Legraine an diesen Ort geschickt wurden. Lange hatte Legraine nach dieser Stelle gesucht. Hier versank am Anbeginn der Zeit der abtrünnige Erzengel Skyllus im Sand, als er von einer Seraphim getötet wurde.
Jetzt standen die drei Hexen hier und sangen die Beschwörungsformeln um den Abtrünnigen wiederzuerwecken. Stunde um Stunde wiederholten sie die Formeln ohne das sich etwas tat.
Plötzlich kam Bewegung in den Sand. Etwas schien sich unter seiner Oberfläche zu bewegen.
Serehaya, die Älteste der drei Hexen, gab ein Zeichen und sie beendeten den Gesang.
„Kniet nieder“, sagte Serehaya und ging selbst auch in die Knie.
Immer mehr kam der Boden in Bewegung. Langsam tauchte eine schwarz vermummte Gestalt aus dem Sand auf. In der rechten Hand hielt sie einen Speer, der in einem magischen gelben Licht erstrahlte. Unter der Kapuze war es schwarz – undurchdringliches Dunkel.
„Auferstanden!“, erklang eine tiefe Stimme. „Wer seid ihr?“
„Wir sind die Dienerinnen der Oberhexe Legraine. Auf ihr Geheiß hin haben wir euch erweckt, Herr.“ Serehaya sprach die Worte mit Ehrfurcht.
Sie wussten, wen oder was sie heute erweckt hatten. Einen Engel ohne Flügel, dessen Macht man sich nicht in den Weg stellen sollte.

©2011 T.R. aka Wortman

FuT: Fragment 1

2 Kommentare

„Freiheit und Tod“.
Eine Bildergeschichte in Lego.

PROLOG

Seit Anbeginn der Zeit waren Engel auch die Wächter einer mächtigen Waffe: Den Speer Luzifers.
Menschen, die von diesem Speer getroffen wurden, fiel das Fleisch von den Knochen und sie verwandelten sich in Untote. Vernichten konnte dieser Speer auch jeden Engel. Verwahrt wurde er im vierten Himmel.

Eines Tages stahl ein abtrünniger Erzengel, der Wächter Skyllus, diese Waffe und verschwand aus dem Himmel. Ein Engel, die Seraphin Lavina, wurde entsandt um Skyllus zu stoppen und die Waffe wieder in den Himmel zu bringen.
Ewigkeiten zogen dahin, bis Lavina endlich Skyllus stellen konnte. Der Abtrünnige hatte sich in der Welt der Menschen begeben und die Seraphin spürte ihn in einer Ebene auf, welche in einem Land namens Tagorien lag.
Ein langer und schwerer Kampf begann. Wo immer das Schwert der Seraphin oder Luzifers Speer den Boden berührten, schossen Flammen empor. Schon bald wirkte diese Ebene, als wären dort hunderte von Fackeln aufgestellt worden. Noch heute brennt es dort und in Tagorien nennt man diese Ebene Feuerland.
Am Ende konnte Lavina den abtrünnigen Erzengel töten. Sein Körper schien vom Boden aufgesaugt zu werden. Da Skyllus die Waffe noch in der Hand hielt, verschwand mit ihm auch der Speer.
Der Kampf blieb für Lavina nicht ohne Folgen. Sie hatte eine Verletzung durch Luzifers Speer davon getragen. Die Seraphin verlor ihre Flügel und verwandelte sich in einen Menschen.
Lavina ging in die Ostländer und irgendwann verlor sich ihre Spur.

In den letzten Jahrtausenden versuchten viele, diesen Speer zu finden. Bedeutete er doch grenzenlose Macht. Doch er blieb verschollen.
Skyllus Name verblasste in den Annalen der Zeit.
Bis heute…

©2009 T.R. aka Wortman

Story – Idee

5 Kommentare

Mir kam da eine Idee, als ich vorgestern ein Vampirjäger – Handbuch ganz günstig erworben hatte.

Bild: T.R. aka Wortman

Older Entries