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FuT: Fragment 6

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Nur selten kamen Reisende oder Händler nach Sydhahmar. Das Drachenland beherbergte viele Geschichten und Legenden. Daher kamen nur selten Besucher über die wenigen Pässe ins Land. Die Angst vor den Drachen war zu groß.
Eine der meist erzählten Geschichten handelte von der Drachenpatrouille. Seltsame kleine Drachen mit großen Flügeln und einem langen spitzen Maul. Auf ihrem Rücken saß ein Bogenschütze mit schwarzen Helm. In Dreiergruppen flogen sie Patrouillen über das Land und an den Grenzen. Dabei stießen diese Drachen schrille Schreie aus.
Ihr Körper war grau und ihre Flügel zweifarbig. Ein Teil der Flügel hatte einen kräftigen Rot – Ton.

© 2019 T.R. aka Wortman

FuT: Fragment 5

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Venturien lag im Nordosten von Tagorien und das Reich war unterteilt in sechs Herzogtümer.
In allen Herzogtümern Venturiens wurden auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet. Jedes Jahr im Frühling versammelten sich all die Frauen beim König, welche alle Prüfungen bestanden hatten. Diese wurden vom jeweiligen König zu Ritterinnen geschlagen.
Diese Praktik missfiel den Rittern der Nachbarländer. So wanderten vor vielen hundert Jahren viele der ausgebildeten Frauen in die dicht bewaldeten Gebiete im Norden Venturien aus. Dort schlossen sie sich den Amazonen an. Irgendwann verschwanden die Amazonen und im Laufe der Jahrhunderte wurde aus ihnen ein Mythos, eine Legende. Es wurden nie wieder Amazonen in Venturien oder Tagorien gesichtet.
Noch heute ziehen Frauen in die Fremde, um nach den Amazonen zu suchen.

© 2012 T.R. aka Wortman

Venturien

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Venturien lag im Nordosten von Tagorien und das Reich war unterteilt in sechs Herzogtümer. Sie regieren alle völlig autark. Der venturische König wurde aus den Herzogtümern erwählt. Vor 250 Jahren hatte man genug von den Kämpfen um die Herrschaft, so dass man überein kam, dass immer reihum ein Herzogtum an der Reihe war, den neuen König zu stellen. An dieser Regelung hatte sich bis heute nichts geändert.

Das Reich hatte schon immer eine hohe Frauenrate und so blieb es nicht aus, dass auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet wurden. Viele der Frauen wurden vom König in den Ritterstand erhoben. In anderen Ländern wurden diese Ritterinnen angefeindet, da dort immer noch der Glaube herrschte, nur Männer könnten Schlachten schlagen.
Vor vielen hundert Jahren wanderten viele der ausgebildeten Frauen in die dicht bewaldeten Gebiete im Norden Venturien. Dort schlossen sie sich den Amazonen an. Irgendwann verschwanden die Amazonen und im Laufe der Jahrhunderte wurde aus ihnen ein Mythos, eine Legende. Es wurden nie wieder welche in Venturien oder Tagorien gesichtet.
Noch heute ziehen Frauen in die Fremde, um nach den Amazonen zu suchen.

© 2012 T.R. aka Wortman

Luthien: Blume der Ewigkeit

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Adamanta schaute aus dem Fenster ihrer Hütte auf die vorbei ziehenden Nebelschwaden. Ein feines, fast melodisch klingendes Summen war zu hören.
Die Krykthas sind früh unterwegs. Der Gedanke ging ihr gleich durch den Kopf.
Adamantas Volk und die Kryktha waren vor langer Zeit ein Bündnis eingegangen. So klein und teilweise niedlich diese Wesen auch wirkten, sie waren Fleischfresser und ein Schwarm konnte schnell einen Menschen oder kleineres Tier bis auf die Knochen abnagen. So opferten die Amazonen den Kryktha Blut, Fleisch und ihre Toten. Im Gegenzug zeigte dieses kleinen Wesen den Frauen die Blume der Ewigkeit und dienten ihnen als Späher. Durch ihre geringe Größe war es für sie leicht, sich zu tarnen und zu verstecken.
Es klopfte an der Tür und eine junge Frau betrat die Hütte.
„Rica, was gibt es?“
Die Angesprochene verneigte sich. „Königin, der Vorrat an der Blume neigt sich dem Ende zu.“
„Ich weiß, Rica“, antwortete die Königin. „Stell eine Gruppe von Sammlerinnen zusammen und lass die Kryktha rufen.“
„Ich eile, Königin“.
Die Königin steckte ihr braunes, langes Haar hoch und setze ihren Helm auf. Es war ein Zwergenhelm. Eine Kriegsbeute aus uralten Tagen. Dann verließ sie die Hütte.
Draußen warteten sechs Kriegerinnen und zwei Krykthas schwirrten durch die Luft.
„Geht, und sammelt die Blumen. Holt so viele wie möglich!“
Die Frauen verneigten sich und liefen zum Tor. Adamanta wusste, dass Sammeln würde einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Blume wuchs im Nordosten der Feste.

Ein unbestimmtes Gefühl überkam Adamanta. „Rica?“
„Hier, Königin“, antwortete die Amazone.
„Hol mir sofort Ramana. Ich muss dringend mir ihr reden.“
Rica nickte und rannte ebenfalls zum Tor. Sie wusste, dass Ramana außerhalb der Feste Saphadkhagul war und vermutete die Hohepriesterin unten am Fluss. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Priesterin in der Hütte der Königin erschien.
Adamanta erhob sich. „Ramana, ich verspüre ein seltsames Gefühl, welches nach Gefahr riecht.“
Die Priesterin schaute Adamanta mit ernster Miene an. „Du spürst es also auch. Ich habe die Runen befragt, doch zeigten sie nur Gefahr aber nicht den Grund. Es scheint, als wäre etwas Böses im Begriff, nach Luthien zu kommen.“
„Zu kommen oder schon da!“, konterte Adamanta.
„Nein. Wenn etwas schon anwesend wäre, hätten die Runen es gezeigt.“
„Ich hoffe, du hast recht, Ramana. Warten wir auf die Rückkehr der Sammlerinnen. Ich möchte nicht zu viele Kriegerinnen außerhalb Saphadkhaguls haben.“
Die Hohepriesterin nahm einen Becher und goß sich etwas Wasser ein. „Eine gute Entscheidung, Adamanta.“
Als die Dämmerung kam, kehrten auch die Sammlerinnen zurück. Sie brachten einen großen Vorrat an der Blume mit. Am nächsten Morgen schickte die Königin jeweils eine Zweiergruppe Kriegerinnen in jede Himmelsrichtung. Sie sollten erkunden, ob etwas Ungewöhnliches in der Umgebung zu bemerken war.
Adamanta saß zusammen mit der Priesterin wieder in ihrer Hütte. Ramana hatte ihre Runensteine mitgebracht.
„Wenn die Kundschafter etwas feststellen Adamanta, sollten wir den Beschützer wecken.“
Die Königin schaute Ramana irritiert an. „Du willst Ugrudai wecken? Das sollten wir nur im Notfall tun. Noch ziehen wir nicht in den Krieg.“
Die Hohepriesterin warf die Runen auf den Boden.
„Vielleicht müssen wir es!“

©2009 T.R. aka Wortman