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Bestimmung

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Er wurde geboren in den Weiten des Himmels. Immer wartend auf den Tag, seiner Bestimmung näher zu kommen.
Heute war es soweit! Mit vielen seiner Brüdern und Schwestern machte er sich auf den Weg. Sie wanderten über dichte Wälder, grüne Wiesen, genossen den Blick auf diese wunderschöne Natur. Der Sandweg, der sich durch diese Wiesen wie eine Schlange hinzog, wirkte wie gemalt.
Der Zeitpunkt der Bestimmung war nahe. Ein Glücksgefühl durchströmte ihn.
Bald werde ich Dir nahe sein, werde ich mich mit Dir vereinen.
Mit dem berauschenden Gefühl des vollkommenen Glücks, ließ er sich fallen.
Mutter Natur, ich komme zu Dir!
Doch plötzlich wurden diese liebevollen Gedanken durch Panik vertrieben. Etwas großes Schwarzes stellte sich ihm in den Weg, wollte verhindern, daß er sein Ziel erreichte.
Mit einem harten Aufschlag wurde er seiner Bestimmung entrissen.

„Oh nein“, rief die Frau und öffnete ihren schwarzen Regenschirm. „Muss es jetzt unbedingt regnen?“

© 2001 T.R. aka Wortman

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FuT: Fragment 5

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Venturien lag im Nordosten von Tagorien und das Reich war unterteilt in sechs Herzogtümer.
In allen Herzogtümern Venturiens wurden auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet. Jedes Jahr im Frühling versammelten sich all die Frauen beim König, welche alle Prüfungen bestanden hatten. Diese wurden vom jeweiligen König zu Ritterinnen geschlagen.
Diese Praktik missfiel den Rittern der Nachbarländer. So wanderten vor vielen hundert Jahren viele der ausgebildeten Frauen in die dicht bewaldeten Gebiete im Norden Venturien aus. Dort schlossen sie sich den Amazonen an. Irgendwann verschwanden die Amazonen und im Laufe der Jahrhunderte wurde aus ihnen ein Mythos, eine Legende. Es wurden nie wieder Amazonen in Venturien oder Tagorien gesichtet.
Noch heute ziehen Frauen in die Fremde, um nach den Amazonen zu suchen.

© 2012 T.R. aka Wortman

FuT: Fragment 4

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Venturien lag im Nordosten von Tagorien und das Reich war unterteilt in sechs Herzogtümer. Sie regierten alle völlig autark. Der venturische König wurde aus den Herzogtümern erwählt. Vor 250 Jahren hatte man genug von den Kämpfen um die Herrschaft. Die Herzöge unterzeichneten eine Vereinbarung, dass immer reihum ein Herzogtum an der Reihe war, um den neuen König zu stellen. An dieser Regelung hatte sich bis heute nichts geändert.
Das venturische Volk hatte schon immer eine hohe Frauenrate und so blieb es nicht aus, dass auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet wurden. Viele der Frauen wurden vom König in den Ritterstand erhoben. In anderen Ländern wurden diese Ritterinnen angefeindet, da dort immer noch der Glaube herrschte, nur Männer könnten Schlachten schlagen.

Im Herzogtum Erion gab es die roten Zwillinge. Zwei Frauen, die viele Schlachten geschlagen hatten und mit glänzenden rotorangen Brustpanzer und Helm ihren schwarz gekleideten Kriegern voran ritten.
Es gab in einer erionischen Ode eine Textzeile, die den Zwillingen gewidmet war: „Wenn das doppelte Feuer über den Horizont erscheint, ist der Schwarze Tod nicht mehr weit.“

© 2017 T.R. aka Wortman

FuT: Fragment 3

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Amara und Osirian befürchteten, dass Skyllus all seine Macht aufbieten würde um die Finsternis selbst auferstehen zu lassen.
„Sollten sich die Nornen des Blutes zeigen, könnte sich die Finsternis selbst erheben und Skyllus hätte jede Macht der dies- und jenseitigen Welt zur Verfügung.“
Osirian überlegte kurz. „Wir müssen einen Reiter in unserem Namen nach Sydhahmar schicken und Lord Arufa um Hilfe bitten.“
„Ich werde zusätzlich meine fliegenden Boten schicken,“ antwortete Amara.
Osirian nickte zustimmend.

Es kamen Meldungen, dass ein Schiff der Drui’Nor auf See gesichtet wurde. Sie waren die Wächter von Arun’Bor, dem Tor der Finsternis.
Bisher wurde aber der Panzerdrache nicht gesichtet.
Es blieb Amara und Osirian im Moment nichts anderes übrig als zu warten. Warten, dass die Boten nach Sydhahmar durchkamen und Lord Arufa überzeugen konnten, Hilfe zu schicken.

©2011 T.R. aka Wortman

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